Beteiligung wird zur sozialen Frage
Die Beteiligungsmöglichkeiten junger Menschen sind in Deutschland weiterhin ungleich verteilt. Darauf weist die Deutsche Kinder- und Jugendstiftung (DKJS) anlässlich der Veröffentlichung der Metaanalyse Beteiligung als soziale Frage hin. Demnach hängen Mitbestimmung und gesellschaftliche Teilhabe junger Menschen maßgeblich von sozialen und räumlichen Voraussetzungen ab. Unterschiede in Einkommen, Bildung, Wohnort oder Mobilität beeinflussen, ob Kinder und Jugendliche ihre Interessen einbringen und demokratische Erfahrungen sammeln können.
Die Analyse macht deutlich, dass Beteiligung nicht erst in formalen politischen Verfahren beginnt, sondern im Alltag – etwa in Schule, Kommune oder der Kinder- und Jugendarbeit. Gerade niedrigschwellige Angebote und verlässliche Beteiligungsstrukturen eröffnen jungen Menschen Möglichkeiten, Selbstwirksamkeit zu erfahren und demokratische Kompetenzen zu entwickeln. Die DKJS plädiert daher dafür, Beteiligung als grundlegende Voraussetzung für gesellschaftliche Teilhabe und demokratische Entwicklung zu verstehen und entsprechende Strukturen nachhaltig zu stärken.
Quelle: Deutsche Kinder- und Jugendstiftung (2026): Aufwachsen unter Druck: Warum Beteiligung zur sozialen Frage wird.
https://www.dkjs.de/aufwachsen-unter-druck-warum-beteiligung-zur-sozialen-frage-wird/…