Zum Hauptinhalt springen Zur Suche springen Zur Hauptnavigation springen
Produktinformationen
Ob Gemeinnützigkeit, Jugendplan oder Landeszentralen – Wie steht es um die finanzielle Basis politischer Bildungsarbeit? Heft 3/2025 des Journals für politische Bildung wirft einen kritischen Blick auf die Förderlandschaft der non-formalen politischen Jugend- und Erwachsenenbildung: Welche Strukturen tragen demokratisches Engagement? Welche politischen Erwartungen steuern Förderentscheidungen? Und was bedeutet es, wenn politische Bildung als freiwillige Aufgabe gilt? Im Mittelpunkt stehen Akteur*innen, die tagtäglich für demokratische Teilhabe arbeiten – oft unter prekären Bedingungen. Die Autor*innen beleuchten die Rolle von Landeszentralen, Dachverbänden und Jugendorganisationen, thematisieren Gemeinnützigkeit und politische Neutralität und zeigen, wie digitale Tools neue Förderwege eröffnen.
Inhaltsübersicht

ÜberGrenzen

Kathrin Amann, Johanna Brandstetter, Axel Pohl
Vielfältig, nicht flächendeckend verankert – und unter Druck. Zur Finanzierung der non-formalen politischen Bildung in der Schweiz

SchwerPunkt

Julika Bürgin
„Gemeinnützig im Sinne der Abgabenordnung“. Wie Steuerpolitik politische Bildungsarbeit gefährdet

Ina Bösefeldt 
Wie ich zum SGB VIII-Ultra wurde. Politische Bildung in der Jugendarbeit – Zwischen gesetzlichem Auftrag und förderpolitischer Realität

Andrea Rühmann
Strukturen sichern, Demokratie stärken. Förder- und Organisationslogiken aus Sicht eines Dachverbandes politischer Bildung

Wilfried Klein
Zwischen „Begeistern für die Demokratie“ und „linkem wokem Quatsch“. Landeszentralen für Politische Bildung als Spielball der Politik 

Ole Jantschek
Räume für Vielfalt, Teilhabe und Solidarität. Politische Bildung im Kinder- und Jugendplan des Bundes 

BildungsPraxis 

Johannes Löschner
„Nicht am Ziel – aber wieder handlungsfähig“. Impulse aus Frankfurt über Lobbyarbeit, Protest und das politische Ringen um die Finanzierung und Zukunft von Kinder- und Jugendarbeit

Konstantin Dittrich
Mehr als nur Finanzen: Digitale Förderprozesse als Teil politischer Bildungsarbeit. Wie ein Open-Source-Portal die Förderpraxis demokratisiert

Sebastian Zahn
Eine „Räumlichkeit für Vorträge, Sitzungen, Versammlungen, gesellige Abende […] und vieles mehr.“ Über politische Bildung von Rechts, extrem rechte Immobilien und ihre finanziellen Grundlagen

ZeitZeugen

Klaus Waldmann
Politische Jugendbildung zur Demokratisierung in der frühen Bundesrepublik 

VorGänge

Joost Reschke, Abelina Junge
Unsere Stimme für die Demokratie. Podcastprojekt für eine kritische Erinnerungskultur zum Nationalsozialismus in Verden (Aller) 

Jan-Niklas Kellermann
Zwischenruf: Zur Rolle der Freiwilligkeit in der Jugendbildung. Kooperationen mit Schulen als Herausforderung

LeseZeichen

Max Barnewitz 
„Recht brechen“ – im Namen des Demokratischen

Nina Festing, Stefan Schäfer
Bildung in der transatlantischen Partnerschaft 

Benno Hafeneger
Lernen und Bildung in Begegnungsräumen 

Klaus Waldmann
Gesellschaftliche Räume und Dynamiken nutzen 

MitDenken

Heinz Bierbaum
Finanzierung politischer Bildungsarbeit in politischen Stiftungen. Das Beispiel der Rosa-Luxemburg-Stiftung 

AusBlick

Brandenburger Initiative „Kinderrechte ins Grundgesetz“
Pilotmonitor politische Bildung
Junges Europa 2025

Autor*innen

Kathrin Amann (M.Sc.) ist wissenschaftliche Mitarbeiterin am Institut für Soziale Arbeit und Räume (IFSAR) an der OST – Ostschweizer Fachhochschule. Ihre Schwerpunkte sind Aufwachsen und Bildung, Kinder- und Jugendpolitik, Begegnungs- und Bewegungsräume sowie Suchtprävention.

Max Barnewitz ist wissenschaftlicher Mitarbeiter am Arbeitsbereich Didaktik der Sozialwissenschaften an der Universität Siegen. Ein Schwerpunkt seiner Arbeit liegt auf radikalen Demokratietheorien. ­Parallel dazu ist er als außerschulischer politischer Bildner tätig.

Prof. Dr. Heinz Bierbaum ist Soziologe und Wirtschaftswissenschaftler und seit 2022 Vorsitzender der Rosa-Luxemburg-Stiftung. Von 2009 bis 2017 war er Mitglied des Landtages des Saarlandes. Von 1996 bis 2009 lehrte er an der Hochschule für Technik und Wirtschaft des Saarlandes.

Dr. Ina Bösefeldt ist Geschäftsführerin des Landesjugendrings Mecklenburg-Vorpommern (LJR MV). Ihr Fokus liegt auf der Interessen­vertretung junger Menschen und der ­politischen Beratung, insbesondere im Landesjugendhilfeausschuss sowie als Expertin der Enquete-­Kommission „Jung sein in MV“. Außerdem ist sie Vorstandsmitglied des landesweiten Fortbildungsinstituts Schabernack e. V. in Mecklenburg-Vorpommern und Mitglied des Fachbeirats „Strukturstärkung“ der Deutschen Stiftung für Engagement und Ehrenamt.

Prof. Dr. Julika Bürgin ist Politologin und Erziehungswissenschaftlerin. Seit 2015 lehrt  sie an der Hochschule Darmstadt. Sie war viele Jahre in der gewerkschaftlichen Erwachsenenbildung tätig und ist im Forum kritische politische Bildung aktiv.

Johanna Brandstetter (Mag.) ist Dozentin am Institut für Soziale Arbeit und Räume (IFSAR) an der
OST – Ostschweizer Fachhochschule. Ihre Schwerpunkte sind Aufwachsen und Bildung, Kinder- und Jugend­förderung, Offene Kinder- und Jugendarbeit, politische Bildung sowie global citizenship education.

Konstantin Dittrich ist stellvertretender Geschäftsführer beim Bundesarbeitskreis Arbeit und Leben e. V. und aktiv im Vorstand des Bundesausschusses Politische Bildung (bap).

Nina Festing ist Sachbereichs­leiterin „Internationale Bildung“ bei transfer e. V. Unter anderem verantwortet sie die Projektleitung für das seit 1989 bestehende ­bundeweite Netzwerk „Forschung und Praxis im Dialog – Internationale Jugendarbeit (FPD)“.

Benno Hafeneger lehrte und forscht an der Philipps-Universität Marburg zu Jugend und außerschulischer Jugendbildung und ist Mitglied der Journal-Redaktion.

Ole Jantschek ist Sprecher der GEMINI – der Gemeinsamen Initiative der Träger politischer Jugendbildung im Bundesausschuss politische Bildung (bap) e. V.  Er leitet die Evangelische Trägergruppe für gesellschaftspolitische Jugendbildung (ET) und den Dachverband der Evangelischen Akademien in Deutschland (EAD) e. V.

Abelina Junge (M.A.) ist wissenschaftliche Mitarbeiterin am Institut für Didaktik der Demokratie der Leibniz Universität Hannover. Ihre Arbeitsschwerpunkte sind historisch-politische Bildungsarbeit mit digitalen Medien sowie Public History.

Jan-Niklas Kellermann ist wissenschaftliche Hilfskraft am Arbeitsbereich Didaktik der Sozialwissenschaften der Univ. Siegen.

Wilfried Klein ist Geschäftsführer der GSI Gustav Stresemann Stiftung in Bonn und seit 1993 in der außerschulischen politischen Bildung hauptamtlich tätig. Er war Leiter mehrerer freien Einrichtungen der außerschulischen politischen Bildung und u. a. des Fachbereiches Förderung bei der Bundeszentrale für politische Bildung. Von 2021 bis 2024 war er Vorsitzender des Bundesausschuss für politische Bildung.

Johannes Löschner leitet den Arbeitsbereich „Kinder- und Jugendarbeit, Jugendberatung und ­Migrationsdienste“ vom Evangelischen Verein für Jugendsozialarbeit in Frankfurt am Main e. V. und ist aktuell Vorsitzender der AG §78 Kinder- und Jugendarbeit in Frankfurt.

Prof. Dr. Axel Pohl ist Dozent am Institut für Soziale Arbeit und Räume (IFSAR) an der OST – Ostschweizer Fachhochschule. Seine Schwerpunkte sind Aufwachsen und Bildung, Übergänge in das Erwachsenenalter, Jugendarbeit und non-formale Bildung sowie Pädagogik in der (Post-)Migrationsgesellschaft.

Joost Reschke ist studentische Hilfskraft beim Institut für Bildung – Forschung – Qualifizierung e. V. und arbeitet im Projekt „Unsere Stimme für die Demokratie“.

Andrea Rühmann ist Politikwissenschaftlerin, Historikerin, Literaturwissenschaftlerin und Erwachsenenbildnerin. Als Geschäftsführerin der AKSB e. V. vertritt sie über 60 katholische Akademien und Jugendbildungswerke in Deutschland, die politische Bildung für Jugendliche und Erwachsene anbieten. Seit Oktober 2024 ist sie Vorsitzende des Bundesausschuss für Politische Bildung.

Dr. Stefan Schäfer ist Lehrkraft für ­besondere Aufgaben an der katho Köln mit Schwerpunkt Kinder- und Jugendarbeit sowie Mitarbeiter bei transfer e. V. im Aufgabengebiet Projektmanagement und Beratung im Bereich Hochschulkooperationen.

Klaus Waldmann ist Diplompädagoge und als freiberuflicher Coach tätig. Er war viele Jahre in unterschiedlichen Funktionen in der politischen Jugendbildung aktiv.

Sebastian Zahn hat Sozialwissenschaften an der Universität Siegen studiert. Seine Interessenschwerpunkte sind die Analyse der Ideologien und Strategien der extremen Rechten sowie der antifaschistischen Gegenwehr. Seit 2016 arbeitet er in der Westerwälder Organisation DEMOS e. V. zur und gegen die lokale extreme Rechte.

Kurzbeschreibung
Wie wird politische Bildung finanziert? Wer fördert politische Bildungseinrichtungen? Welche historischen Entwicklungen lassen sich feststellen? Auf diese und weitere Fragen versucht das Heft 3/2025 Antworten zu finden.