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Produktinformationen
Eingeschränkte zivilgesellschaftliche Räume, wachsender Druck auf Engagement und gezielte Angriffe auf demokratische Akteure verändern die Bedingungen politischer Öffentlichkeit. Was bedeutet es, wenn Civic Spaces unter Druck geraten? Welche Herausforderungen ergeben sich daraus für politische Bildung?

Diese Ausgabe des Journals für politische Bildung greift diese Entwicklungen auf. Die Beiträge analysieren unter anderem den Umgang mit Anti-NGO-Diskursen, beleuchten Veränderungen zivilgesellschaftlicher Handlungsspielräume und fragen, wie politische Bildung auf autoritäre Verschiebungen reagieren kann. Im Mittelpunkt steht die Frage, wie die Zivilgesellschaft als zentraler Baustein demokratischer Infrastruktur unter veränderten Bedingungen handlungsfähig bleibt.
Inhaltsübersicht

ÜberGrenzen
Basil Kerski
„Das Wichtigste sind Menschen, die wirklich mutig und unabhängig sind.“ Basil Kerski im Gespräch über das Europäische Solidarność-Zentrums (ECS) als Civic Space in Danzig

SchwerPunkt
Dagmar Pruin
Sind Shrinking Spaces der neue globale Standard?

Lilian Schwalb
„Out of (civic) space“?: Zivilgesellschaft zwischen Erschöpfung und Strategiebildung

Caroline Hornstein Tomić, Anja Ostermann, Louisa Slavkova
Politische Bildung in Europa unter Druck. Wie schrumpfende Räume, Ressourcenfragen und europäische Netzwerke die Praxis prägen

Sascha Nicke
Zivilgesellschaft unter Druck: Die Angriffe und Folgen der Delegitimierungskampagne

Paul Erxleben
Die Widersprüche der Demokratieförderung. Eine (post)heroische Annäherung

BildungsPraxis
Maximilian Lorenz
Shrinking Spaces in der Jugend(verbands)arbeit. Wie demokratische Freiräume junger Menschen unter Druck geraten

Judith Strohm
Resilienz als Gemeinschaftserfahrung. Der Angriff auf die Kundgebung „Bad Freienwalde ist bunt“ im Juni 2025 und die Folgen

Vicy Houben
Politische Jugendbildung im Spannungsfeld schrumpfender Räume. Herausforderungen und Perspektiven aus der Praxis

ZeitZeugen
Timo Reinfrank
„Verfassungsschutz dürfen wir nicht dem Staat überlassen.“ Zur Entstehung, Entwicklung und Gegenwart der Amadeu Antonio Stiftung

VorGänge 

LeseZeichen

MitDenken
Hans-Peter Eckart
Die Verfassungsviertelstunde in Bayern. Handlungsraum für politische Bildung in der Schule als Ausgangspunkt für zivilgesellschaftliches Engagement? 

AusBlick

Autor*innen

Hans-Peter Eckart ist Referent am Institut für Schaltqualität und Bildungsforschung (ISB) für Geschichte, Politik und Gesellschaft, Sozialwesen und Soziallehre in der Realschul-Abteilung. In Zusammenarbeit mit Lehrkräften entwickelt er exemplarische Lernaufgaben und Prüfungsformate für den bayernweiten Einsatz. Zudem wirkt er an der Weiterentwicklung der Lehrpläne mit und steht hierzu im Austausch mit den Fachmitarbeitenden der Bezirke der Ministerialbeauftragten.

Dr. phil. Paul Erxleben ist wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Universität Marburg und am Institut für Sozialforschung in Frankfurt am Main.

Benno Hafeneger (Dr. phil.) ist emeritierter Professor für Außerschulische Jugendbildung am Institut für Erziehungswissenschaft der Philipps-Universität Marburg.

Dr. phil. Caroline Hornstein Tomić ist Gründungs- und geschäftsführende Partnerin des THE CIVICS Innovation Hub (Zagreb). Sie ist Senior Researcher am Institut für Sozialwissenschaften Ivo Pilar in Zagreb mit dem Fokus auf Migrations- und Transformationsprozesse im südöstlichen Europa, insbesondere zu hochqualifizierter Migration, Diaspora, Identitätspolitik sowie praxisbasierter politischer Bildung.

Vicy Houben ist politische:r Bildner:in und arbeitet im Bereich der politischen Jugendbildung und Demokratiebildung sowie in der Antidiskriminierungsarbeit mit Fokus auf Sensibilisierung, Empowerment und strukturelle Reflexion. Bis Ende 2025 war Houben bei der KSJ Köln im Projekt „Du.Ich.Wir – Internationale Biografien im Jugendverband“ als rassismuskritische Koordination tätig. Houben hat einen B.A. in Sozialer Arbeit und studiert derzeit im Master.

Basil Kerski ist Politikwissenschaftler, Museums- und Kulturmanager sowie Publizist. Zwischen 2011 und 2025 leitete er den Aufbau und die Entwicklung des Europäischen Solidarność-Zentrums in Danzig. Seit Januar 2026 ist er Präsident der Stiftung Haus der Geschichte Nordrhein-Westfalen in Düsseldorf.

Maximilian Lorenz (M. A.) ist Referent für politische Jugendbildung beim Deutschen Bundesjugendring e. V. (DBJR). Er befasst sich mit politischer Jugendbildung in Jugendverbänden und -ringen und engagiert sich für den DBJR unter anderem in der GEMINI sowie in der Bundeskoordination der U18-Wahl.

Dr. Sascha Nicke ist promovierter Historiker und arbeitet seit Januar 2025 als Programm Manager bei der Maecenata Stiftung, einem unabhängigen Think Tank zu Zivilgesellschaft, Bürgerengagement, Philanthropie und Stiftungswesen. Dort wirkt er unter anderem an Studien zum „Anti-NGO-Diskurs“ mit.

Anja Ostermann (M. A.) ist Gründungs- und geschäftsführende Partnerin des THE CIVICS Innovation Hub (Bonn). Als Projektmanagerin verbindet sie Organisationsentwicklung, Programmsteuerung und strategische Partnerschaften mit einem Fokus auf politische Bildung und zivilgesellschaftliche Innovation, insbesondere in ländlichen Räumen.

Dr. Dagmar Pruin ist Präsidentin von Brot für die Welt und der Diakonie Katastrophenhilfe.

Timo Reinfrank ist Geschäftsführer der Amadeu Antonio Stiftung. Er hat in Berlin und Bonn Politik- und Sozialwissenschaften studiert und berät zivilgesellschaftliche Initiativen, Politik und Verwaltung in der Arbeit gegen Rechtsextremismus und für demokratische Kultur. Seit 2007 ist er Vorsitzender des Vereins für demokratische Kultur in Berlin e. V., seit 2010 Sprecher der BAG Demokratieentwicklung und seit 2012 Mitglied der National Coalition zur Umsetzung der UN-Kinderrechtskonvention in Deutschland. Zudem ist er im Vorstand der Bürgerstiftung Barnim-Uckermark und Redaktionsmitglied der Zeitschrift „Demokratie gegen Menschenfeindlichkeit“.

Dr. phil. Lilian Schwalb ist Politik- und Verwaltungswissenschaftlerin und Geschäftsführerin des Bundesnetzwerks Bürgerschaftliches Engagement (BBE), in dem sich rund 300 Mitglieder sektorübergreifend für die Stärkung von Engagement und Zivilgesellschaft einsetzen.

Louisa Slavkova (M. A.) ist Gründungs- und geschäftsführende Partnerin des THE CIVICS Innovation Hub (Sofia) sowie Ko-Autorin der THE CIVICS Reports, darunter „Great Expectations“. Sie ist außerdem Gründerin und Executive Director der Sofia Platform Foundation sowie Ko-Autorin bulgarischer Schulbücher zur politischen Bildung.

Judith Strohm arbeitet für eine gemeinnützige Organisation und engagiert sich seit 2023 ehrenamtlich bei „Bad Freienwalde ist bunt“, wo sie koordinierende Aufgaben sowie die Pressearbeit übernimmt.

Klaus Waldmann ist Diplom-Pädagoge und arbeitet als freiberuflicher Coach.

Benedikt Widmaier war bis zur Schließung 2022 Direktor der Akademie für politische Bildung „Haus am Maiberg“ in Heppenheim. Er engagiert sich als Vorsitzender des hessischen Landesverbands sowie im Bundesvorstand der Deutschen Vereinigung für politische Bildung (DVPB) und ist Mitglied der Journal-Redaktion.

Kurzbeschreibung
Eingeschränkte zivilgesellschaftliche Räume und zunehmender Druck auf Engagement verändern die Bedingungen politischer Öffentlichkeit. Was bedeutet es, wenn Civic Spaces unter Druck geraten? Wie bleibt Zivilgesellschaft handlungsfähig? Diese Ausgabe des Journals geht diesen Fragen nach und beleuchtet, welche Konsequenzen sich daraus für politische Bildung ergeben.